Ein letztes Mal...

Montag, 07.01.2013

Hallo meine Lieben,

ein letztes Mal gibt es nun einen Blogeintrag aus Chile. Die letzten Tage waren relativ entspannt, wir haben zwar viel unternommen aber außer einem Tagesausflug nach Valparaíso an die Küste war nix anstrengendes dabei. Wir sind durch Santiago gebummelt und haben die letzten Besorgungen getätigt.

Valparaíso war sehr schön. Die drittgrößte Stadt Chiles liegt an der Küste und war früher einmal der wichtigste Hafen Südamerikas. Seit dem Panamakanal hat sich das leider geändert und so ist "Valpo" heute relativ arm. Es ist eine sehr bunte Stadt mit viel Streetart und bunten Wellblechhäuschen die sich am Hang hochziehen.

Streetart in Valpo Ein uralter Trolleybus fährt hier noch durch die Straßen sogar Treppen werden bemalt Mein Lieblingsgraffiti Das Haus von Pablo Neruda Blick auf den Hafen Die ältesten Acensores (von 1883) fahren immer noch!!! Hafen - fast wie zuhause =) HAMBURG!!!!

Ansonsten war wie gesagt nicht ganz so viel passiert und ich bin inzwischen auch schon ziemlich traurig. Heute abend geht es nochmal mit meiner WG zu den Vacas Gordas - das Restaurant wo ich am ersten Tag war.

Ich komme dann am Mittwoch um 17 Uhr in Hamburg an und trotz Abschiedsschmerz freue ich mich sehr euch alle in den nächsten Tagen wiederzusehen. Es war eine tolle Zeit hier und ich bin mir sicher - es war nicht das letzte Mal Südamerika.

Saludos y Besitos de Chile,

Mareike

5 Tage Tropen - oder warum der Regenwald Regenwald heißt

Sonntag, 30.12.2012

Hallihallo,

langsam neigt sich meine Zeit in Chile dem Ende zu (*trauer trauer*) und die letzte Reise stand an. Es ging noch einmal richtig weit weg: In den argentinischen Regenwald. Im 3-Länder-Eck Argentinien/Paraguay/Brasilien gibt es eines der 7 Naturweltwunder zu bestaunen: Die Iguazu-Wasserfälle gelten aufgrund ihrer Ausdehnung als die größten (wenn auch nicht höchsten) der Welt. Es gibt insgesamt 20 große und 255 kleinere Wasserfälle zu bestaunen, das alles auf 2,7 km. So und jetzt genug Wikipedia.

Wir sind also nach einer kurzen Nacht (Weihnachten geht hier um 21 Uhr los - dementsprechend lange geht es dann auch) und noch leicht verkatert um 10 in den Flieger nach Buenos Aires gestiegen. Dort mussten wir dann  auf den Anschlussflug warten und schließlich ging es ab in die Tropen. Schon der Anflug war beeindruckend: Dichtes Blätterwerk und überall Wald. So haben wir uns das vorgestellt! Aus dem Flughafengebäude raus war die erste Freude schnell verflogen: Das Klima ist praktisch unerträglich. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei gefühlt 100% und die Temperaturen liegen konstant bei >30 Grad. 2 Minuten draußen und man wünscht sich nur noch eine Dusche. Egal - erstmal ins Hostel und ankommen.

Jaaa das Hostel - Es war gelinde gesagt eine Katastrophe. Wir hatten es aufgrund einer Empfehlung eines Kommilitonen gebucht und dementsprechend auch ein nettes günstiges Hostel erwartet. Der Besitzer war ein fetter, ekliger, stinkender Mann der nicht mal ein Bienvenido hinbekommen hat, sondern im Gegenteil eher genervt war dass wir jetzt die Dreistigkeit hätten auch noch in seinem Hostel wohnen zu wollen. Er hat uns dann widerwillig und ohne Worte einen Schlüssel gegeben. Wie nett, da fühlt man sich doch Willkommen. Das Zimmer hatte an Luxusausstattung immerhin einen kleinen Ventilator und Mückengitter vor dem Fenster zu bieten. In der Dusche hingen die Kabel lose rum und wir waren sehr sehr froh unsere Schlafsäcke mitzuhaben. Aber wir sind ja optimistisch und erst mal geblieben. Am nächsten Morgen ist dann der Wasserhahn abgefallen (war nur aufgesteckt) und das Bad stand unter Wasser. Nach dem furchtbaren Frühstück  und dem herablassenden Tonfall und dem respektlosen Verhalten des Mannes reichte es dann und wir haben unsere Koffer gepackt und sind gegenüber zum Hostel um um Asyl zu bitten. Die hatten nur noch ein 5er Zimmer mit Gemeinschaftsbad - egal alles besser als das. Im Internet hatten wir dann für die letzten 2 Nächte noch ein weiteres Hostel gefunden, also sind wir auch in dem 2. nur 1 Nacht geblieben um dann erneut umzuziehen.

Nach der ganzen Umgezieherei hatten wir dann nur noch einen halben Tag zur Verfügung. Da die brasilianische Seite kleiner und übersichtlicher ist, haben wir beschlossen da hin zufahren. Da 80% der Fälle auf argentinischer Seite liegen hat man von Brasilien aus den perfekten Überblick. Trotz des Klimas war es einfach überwältigend! Die tosenden Fälle sind gigantisch und auch die Horden von Touristen die mti einem die Fälle genießen tun der Stimmung keinen Abbruch. Man sieht allerlei hübsche Tierchen (süße Nasenbären zum Beispiel) und allerlei hässliche (Spinnen, Echsen, Riesenameisen).

Die ersten, kleineren Wasserfälle Nasenbärenfütterung is' nich! Garganta del Diablo - Teufelsrachen Man ist selten allein...

Als wir wieder im Hostel waren sind wir erstmal in den winzigen Pool gehüpft und dann gleich duschen gegangen. Aus der Dusche raus - und man könnte gleich wieder rein. Oh man...

Die Nacht war furchtbar, zu fünft in einem Zimmer und die Klimaanlage hat nicht funktioniert. Es waren gefühlte 50 Grad im Zimmer. Ein Albtraum! Am nächsten Morgen sind wir völlig gerädert mit Taxi ins nächste Hostel - und oh ja, Klimaanlage, Doppelzimmer mti privatem Bad. Kein Luxus (für 25 Euro die Nacht kann man das auch nicht erwarten), aber sauber und ordentlich. Sehr schön! Dann ging es mit dem Bus in den argentinischen Teil des Nationalparks, wo man insgesamt 13 km erwandern kann. Einen Teil haben wir uns aufgrund des Klimas allerdings gespart. Hier konnten wir sogar eine Nasenbärfamilie beobachten:

Babynasenbären beim Spielen Huhu =) Kuscheln mit Mamanasenbär

Ansonsten gab es natürlich wieder reichlich hübsche Wasserfälle.

Wassermassen stürzen sich hinab

Wir sind anschließend zur Isla San Martin rübergefahren die zwischen den Wasserfällen liegt. Aufgrund der Hitze bin ich dann direkt ins Wasser zum Baden gehüpft - herrlich.

Was für eine traumhafte Kulisse!

Kurz nach der Rückfahrt plötzlich ein Regenschauer. Schauer ist untertrieben. Guss trifft es eher. Warum der Regenwald Regenwald heißt wäre auch geklärt. Es hat gegossen wie aus Eimern, als ob jemand einen Eimer Wasser über dem Kopf ausschüttet. Unglaublich!!! Innerhalb von 10 Sekunden waren alle bis auf die Unterwäsche nass. Da hilft dann nur Tshirt aus und im Bikinioberteil oder oben ohne rumlaufen. Danach war der Klima jedoch herrlich, deutlich kühler und schön frisch.

Dann kam noch ein besonderes Highlight: Ein freilebender Tukan. Die sind sehr scheu, insofern hatten wir viel Glück einen beobachten zu können. Und dank Superzoom kann man ihn auch auf den Fotos erkennen =)

Da sitzt er und kratzt sich seinen hübschen Schnabel

Als Ende unserer Erkundungstour hat uns die Regenwaldbahn noch zum Aussichtspunkt "Garganta del Diablo" gebracht. Während man aus Brasilien nur von unten gucken kann steht man in Argentinien direkt am Abgrund. Aber wir waren ja eh schon gut nass =) Nur unsere Kameras wurden vorher in Plastiktüten verpackt und hinterher liebevoll trockengepustet.

Teufelsrachen - alles stürzt hinab Es spritzt und grollt und rauscht einmal glücklich gucken bitte :-)

Ansonsten konnten wir noch allerlei lustige Tierchen bestaunen. Eine Auswahl gibt es hier:

Große Echse Böser Aasgeier Schmetterling Freilebende Meerschweinchen Riesenameisen - Bääääääääh

Und natürlich auch hübsche Pflanzen:

Blume auf einem Baum Mangobaum Feigenbaum

Abends waren wir in einem kleinen Restaurant Pizza essen und sind dann auch glücklich in unser Bett im klimatisierten Zimmer gefallen. Endlich mal eine Nacht gut schlafen!

Am nächsten Morgen sind wir in eine Tieraufzuchtsstation angucken gefahren. Da peppeln sie verletzte oder kranke Tierchen wieder auf um sie anschließend wieder an die freie Natur zu gewöhnen.

Die Station liegt mitten im Urwald und dementsprechend ist auch die Tierwelt. Riesenspinnen überall! Aaaaaaah. Super eklig.

Iiiiih gitt

Es gab aber auch nettere Tierchen. Darunter z.B. einen freilebenden Affen der seine Kumpels im Käfig besucht hat, Babyameisenbären und Babyalligatoren, Tukane und Greifvögel denen hier wieder Fliegen beigebracht wird.

Tukan Da freut sich einer dass er an der Außenseite hängt Ganz entspannt auf dem Geländer chillen Papagei Babyalligator Babyameistenbär Kinder Ameisenbär

Danach waren wir nur noch ein bisschen in der Stadt spazieren, haben köstliches Eis gegessen und uns ein Restaurant für das fette Steak am Abend rausgesucht.

Für die nächsten Tage in Santiago steht noch einiges auf dem Programm, der letzte Blogeintrag meiner Chilezeit folgt also innerhalb der nächsten Woche. Bis dahin euch allen einen guten Rutsch!

Alles Liebe

Mareike + Mario

4 Tage im Jeep durch Bolivien

Montag, 24.12.2012

Moin moin Freunde der Sonne,

so schnell gibts schon den nächsten Bericht da es ja morgen schon weitergeht.

Tag 1

Von San Pedro organisieren viele Anbieter Jeeptouren nach Bolivien rüber, wo man vorallem den Salar de Uyuni anguckt, aber auch viele andere schöne Landschaften. Man hört grausige Geschichten von kaputten Jeeps, betrunkenen Fahrern und schlimmen Unfällen. Das konnte uns aber nicht abschrecken, und so ging es am Sonntag morgen um 7 auf in Richtung bolivianische Grenze. Um die Spannung vorweg zu nehmen: Wir leben noch und es ist nichts passiert :-) Für alle die eine Tour planen: Mit der Organisation Estrella del Sur haben wir super Erfahrungen gemacht!

An der Grenze war dann erstmal Warterei angesagt bis endlich ein zweiter Beamter (bei 150 wartenden Leuten) kam und es ein klitzekleines bisschen schneller ging. Danach eine Stunde weiterfahren und dann auf 4300m Höhe in die Jeeps umsteigen. Die Jeeps waren in einem guten Zustand, hatten allerdings schon ein paar Km auf der Uhr (350.000 in unserem Fall). Die Rucksäcke sowie Benzinkanister wurden aufs Dach geschnallt, der Proviant in mehreren Kühltruen kam in den Kofferraum.

Unsere Jeeps Bolivianisches Grenzhäuschen Alejandro schnallt alles fest

Da Mario ja bereits vorher eine Schwäche für Höhenkrankheit gezeigt hat, waren wir vor Abfahrt noch in der Apotheke und haben uns mit Medikamenten eingedeckt. Diese hatten zwar unschöne Nebenwirkungen (eingeschlafene Füße und kribbelnde Finger), haben aber zumindest ein bisschen geholfen. Zusammen mit den kokablättern (KEINE Drogen - nur der Grundstoff ;-)) ging es Mario zumindest auf dieser Höhe noch gut.

Wir waren jeweils zu sechst + 1 Fahrer im Jeep unterwegs. In unserem saßen noch 4 Franzosen, die zwar eigentlich nett waren, leider nicht sehr gesprächig (zumindest nicht in anderen Sprachen als Französisch). Schade. Alejandro, unser Fahrer war grummelig aber nett. Die Fahrt führte uns über verschiedene Lagunen und eine heiße Quelle schließlich zum höchsten Punkt unseres Trips: Brodelnden Vulkanquellen auf knapp 5000m. Da ging es Mario schon nicht mehr gut, und auch ich hatte ein bisschen Kopfschmerzen.

Laguna Blanca salzverkrusteter Strand Laguna Colorada Dampfende Krater auf 5000m Brodelnder Lavaschlamm Heiße Quellen zum Baden

Unser Hostel lag auf 4800m Höhe und Mario hat den kompletten Nachmittag krank im Bett verbracht. Die Nacht war sehr durchwachsen, da man so hoch nur schwer Luft kriegt und wir alle dementsprechend oft wach waren. Strom gab es auch nicht nach 22 Uhr und meine Matratze war so schlecht, dass ich zu Mario umziehen musste.

Abendbrot gibts um 18 Uhr gemütliche Steinbetten

Tag 2

Pünktlich um 6 gabs am nächsten Morgen Frühstück (frische Pfannkuchen!) und dann ging es los. Erste Station: Árbol de Piedra - zu deutsch Steinbaum. Dieser steht mit einer Menge anderer lustiger Steinformationen mitten in der Wüste.

Steinbaum

Bei einer kurzen Pipipause in der bolivianischen Wallachei haben wir dann noch ein kleines süßes Nagetierchen entdeckt. Ein Vizcachra - eine Mischung zwischen Hase und Känguru, gehört allerdings zur Gruppe der Chinchillas.

Vizcachra Lecker Brötchen

Anschließend haben wir an einer Lagune gehalten wo es tausende Flamingos gab. Faszinierend!

Was für ein Panorama! Viele viele Flamingos Landung! Elegant Elegant Auf Algensuche...

Danach sind wir in die Vulkanlandschaft des Vulkans Ollague gefahren. Dort konnten wir nicht nur tolle Fotos machen sondern haben auch gleich ein kleines Mittagessen gekriegt.

Noch ein aktiver Vulkan (Rauchwolke rechts im Bild) erkaltete Lava Ein bisschen Yoga vor dem Vulkan =) Komische Pflanze Es ist angerichtet! Kevin, Nico und Aiznou scheint es zu schmecken

Wir haben etwas später dann noch ganz viele LAMAS gesehen. Die sind ja so furchtbar süß!

Lamaparadies! Genug Fotos - schnell weg!

Auf dem Weg zum nächsten Hostel kam dann noch ein Inkafriedhof, bei dem man in dir Grabhügel reingucken konnte. Richtig mit Skelett und so. Gruuuuselig...

So sieht ein Inkagrab aus Guten Tag!

Abends kam dann noch ein besonderes Highlight: Wir haben am Rande des Salar de Uyuni in einem Salzhostel übernachtet. Und weil Alejandro uns so früh aus dem Bett gejagt hat waren wir die ersten - das heißt Doppelzimmer für alle =). Super cooles Hostel, sogar Betten, Tische und Stühle waren aus Salz.

Speisesaal Auch die Wände sind auch Salz... Tische und Stühle auch... Und Betten selbstverständlich auch

Tag 3

Am nächsten Morgen ging es dann um 4.00 los, um den Sonnenaufgang über dem Salar mitzubekommen. Strom gab es morgens noch nicht, also haben wir mit Taschenlampe unsere Rucksäcke gepackt. Auf dem Weg dahin hat Alejandro um uns zu ärgern immer wieder das Licht ausgeschaltet und wir sind in völliger Dunkelheit über ein einziges weißes, plattes Land gefahren. Sah aus wie Schnee, ist es aber natürlich nicht. Der Sonnenaufgang war traumhaft.

Die Französin macht das perfekte Foto

Anschließend waren wir auf einer Insel und haben gefrühstückt.

Insel mit Kakteen Frühstück Lama noch ein Lama

Dann ging es ENDLICH auf dem Salar zum Fotos machen. Diese sind sehr lustig geworden. Hier eine kleine Auswahl:

JUMP!!!   Küsschen Surfing

Alejandro angelt uns Salzkristalle Mein Schaaaaaaaatz Die Crew Alejandro mit Jeep Auf dem Salar

Nach dem Salzsee haben wir noch ein bisschen eingekauft und waren auf einem Eisenbahnfriedhof.

Shopping - günstiger als in Chile

Lokomotive Eine Schaukel wurde auch installiert

Das Dorf Uyuni ist relativ unspektakulär und hässlich. Generell ist Bolivien sehr arm und man sieht viele arme Kinder auf den Straßen.. Die Straßen sind nicht geteert und es gibt kein Abflusssystem, das heißt das Wasser steht in den Straßen nach Regen. Überall liegt Müll rum und fliegt durch die Gegend.

Die typische Tracht in Bolivien

Nach 1,5 Stunden in Uyuni ging es dann zurück. Die Truppe war diesmal deutlich witziger (die Franzosen sind in Uyuni geblieben), und wir hatten einen Engländer und 2 Brasilianer mit an Bord. Der Zwischenstop Richtung San Pedro lag in Villa Mar, ein winziges Dorf im Nirgendwo. Das Hostel war der Wahnsinn - keine funktionierenden Lampen, kein fließendes Wasser und traumhafte Hygienische Verhältnisse - auch das ist Bolivien. Das Abendessen mit allen zusammen war dafür sehr lustig und wir haben viel gelacht

Immerhin ein Disney-Duschvorhang...

Tag 4

Als wir am 4. Tag gegen mittag in San Pedro ankamen waren wir alle sehr kaputt und freuten uns auf ein paar Tage nicht um 4 aufstehen. Trotzdem war es ein unvergesslicher Trip mit tollen Eindrücken und wunderschönen Landschaften. Bolivien als Land ist sehr arm und gewöhnungsbedürftig, aber für die Natur lohnen sich die Einbußen in Hygiene und Komfort.

Morgen früh geht es nun zu den Iguazu-Wasserfällen. Bis Bald!

Mareike + Mario

San Pedro de Atacama

Samstag, 22.12.2012

Hola hola,

nachdem Mario gut gelandet ist und wir die ersten Tage in Santiago gut überstanden haben (Mario mit kleinem Jetlag und Problemen bei der Temperaturumstellung) ging es am 13. Dezember ab in die Wüste. Die Atacamawüste liegt im Norden von Chile, ist die trockenste Wüste der Welt und bietet eine einzigartige Landschaft. Also ins Flugzeug gesetzt und losgedüst.

Vom Flughafen in Calama ging es erstmal in die Stadt, von da fährt nämlich der Bus ins 100km entfernte San Pedro de Atacama. Beim Warten auf den Bus kam der Hunger und es lockte ein Angebot - Suppe + Hauptgericht für umgerechnet 4 Euro. Zugeschlagen! Es war ääh sehr speziell. Nicht nicht lecker. Aber auch nicht lecker. Suppe war eine klare Brühe mit Hühnchenstücken drin (welchen Teil will ich mir nicht vorstellen) und Hauptgericht ein dünnes salziges stück Fleisch mit Kartoffelpü.

Mjam mjam

Das kleine Oasendorf San Pedro de Atacama ist das touristische Zentrum und dementsprechend infrastrukturell gut erschlossen. Es gibt 24h Strom, heißes Wasser, jede Menge Hotels (sogar mit Pool...) und eine kleines Dorfzentrum mit Einkaufsmöglichkeiten. Diese beschränken sich auf Grundnahrungsmittel und Souvenirs und Kunsthandwerk. Außerdem gibt es viele kleine Restaurants und Bars. Das Preisniveau ist relativ hoch, da halt nur Touristen einkaufen.

Hauptstraße von San Pedro zur Mittagszeit Immer brav mit Riesenhut gegen die sengende Wüstensonne Die sehr schöne Dorfkirche von San Pedro

Unser Hostel lag etwas ausserhalb des Zentrums und war sehr schön. Es hatte einen kleinen Innenhof und sehr gutes Frühstück. Die Zimmer waren sehr autentisch und gemütlich, wenn natürlich kein Hotelstandard. Dafür aber auch keine 190 Euro die Nacht (Minimum in den Hotels hier).

Unser Zimmerchen Donka der Hostelhund nach dem Baden Innenhof

Am ersten Tag haben wir einen Ausflug gemacht. Es ging in zwei kleinere Wüstendörfer (beide so um die 300 Einwohner), den Salzsee und hoch auf 4300m zu den Altiplanos (Lagunen zwischen den Vulkanen).

Das erste Dorf war nett, es gab eine kleine Kirche mit Kaktusholzinterieur, ein freundliches Lama im Hinterhof und einen verrückten Hahn der unseren Bus angegriffen hat.

Kirchentreppe aus Kaktusholz Ein freundliches Lama im Hinterhof Böser Hahn vorm Bus

Der Salzsee (Salar de Atacama) ist der drittgrößte Salzsee der Welt (nach dem Salar de Uyuni (Bolivien) und Salt Lake City). Er ist das Zuhause von einigen Flamingos. Man erkennt richtig schön die Salzkruste und die verschiedenen Formationen des Salzes.

Flamiiingos Salzkruste Ganz viele Mineralien und Algen drin (für die Flamingos)

Danach waren wir auf 4300m bei den Altiplanos. Mario hatte ziemliche Probleme mit der Höhe, daher war der Ausflug nicht ganz so schön wie geplant. Die Aussicht war natürlich trotzdem ein Traum.

In dem Dorf Socaire stand dann noch eine schöne Kirche und wir haben ein leckeres Mittagessen bekommen. Zudem Zeitpunkt ging es Mario dann auch schon wieder gut - wenn es doch Essen gibt :-). Danach ging es zurück nach San Pedro.

Schöne Kirche

Am nächsten Tag haben wir abends einen Ausflug gemacht. Ins Valle de la Luna zum Sonnenuntergang. Zunächst ging es aber zu verschiedenen Aussichtspunkten (u.a. Valle de la muerte (Todestal))

Tolle Aussicht!

Valle de la Muerte Nochmal das Todestal Mario hält den Vulkan zu

Danach waren wir in einer Salzhöhle wo wir durchgekrabbelt sind und anschließend bei der Steinformation "3 Marias"

In der Salzhöhle Krabbel Krabbel Ganz eindeutig...3 Marias...?!

Danach ging es dann endlich ins Valle de la luna wo wir auf einer großen Sanddüne den Sonnenuntergang genießen konnten.

Das Amphitheater im Valle de la Luna  Sonnenuntergang

Am nächsten Tag ging es dann für 4 Tage nach Bolivien - Jeeptour durch die Wüste. Das wird im nächsten Artikel berichtet.

Bis dahin alles Liebe aus dem heißen Santiago und einen schönen 4. Advent!

Mareike + Mario

Adventszeit in Chile

Mittwoch, 05.12.2012

Hola hola,

kurzes Update aus dem sommerlichen Santiago. Das letzte Wochenende habe ich mit 40 anderen Studenten meiner Uni in San Alfonso del Mar verbracht - hier ist der größte Pool der Welt!!! Und das kann ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Halb erschlagen von Tibu dem Riesenhai so lässt es sich aushalten! Die beheizte Strandpyramide... Am Sonntag ging es windig zu am Bootsanleger des Pools Jaaa das ist der Bootsanleger Letztlich ist er doch gezähmt worden Gruppenfoto! Privatstrand, Pool, Ozean - unser Ausblick aus dem Zimmer

Unser Appartment hatte 4 Schlafzimmer und Vera und ich haben uns gleich das hübsche mit Meerblick gekrallt. So konnte man dann schön morgens aus dem Bett auf Palmen und Strand gucken - herrlichst!

Der Sonntag war leider ein bisschen stürmisch, aber zum in der Sonne liegen hat es doch gereicht. Und für unseren kleinen Sonnenbrand vom Vortag war das gar nicht so schlecht!

 

Nachdem bei all den Palmen und Sonnenbränden nicht so recht Weihnachtsstimmung aufkommen will haben wir uns heute mit Weihnachtsliedern bewaffnet ans Keksebacken gemacht. Bei Last Christmas ging es dann so langsam los mit weihnachtlichen Gefühlen. Trotzdem - im Sommerkleidchen ist es einfach nicht das Gleiche!

Nomnomnom Fertig!

Jetzt werden die Tage bis Sonntag gezählt und dann geht es mit Mario auf große Fahrt!

Bis bald!

Buenos Aires zum Zweiten

Mittwoch, 28.11.2012

Amigos,

nach dem ich die letzten Tage mit dem Schlussspurt des Unialltags zu tun hatte (juhu nur noch 3 Prüfungen dann ist alles vorbei - also nächsten Dienstag!!), kommt heute nun der zweite Teil der Reise.

Alsooooooo am 4. Tage unserer Reise haben wir es ein bisschen entspannter angehen lassen, da es tatsächlich ein bisschen geregnet hat und wir müde von den letzten Tagen waren. Wir haben uns den Hafen von BA angeschaut (da kriegt man glatt Heimweh).

Hamburch meine Perle... ach nee doch BA

Danch waren wir auf einem großen Straßenmarkt im Künstlerviertel San Telmo. Der findet jeden Sonntag statt und man kriegt alles von Tourizeugs bis Antiquitäten. Es gibt Künstler die ihre Fotos oder Bilder verkaufen, alles mögliche von der süßen kleinen Mafalda (ich liiiiiiiiiiiebe Mafalda) und und und.

Wir hatten sogar noch richtig viel Glück, da wir grade pünktlich zu einer Tangoshow kamen. Wir waren ganz dicht dran und die Tänzer waren wirklich gut.

Die sind ja wohl der Hammer MAFALDA!!!

Am Montag haben wir dann den ersten Teil des Tages bei Aerolineas Argentina im Büro verbracht, da aufgrund eines Streiks am Dienstag unser Flug gecancelt wurde. Wir haben also auf Mittwoch umgebucht und hatten so noch einen Tag mehr in BA.

Nachmittags sind wir dann nach Palermo gefahren, das "schöne" und "reiche" Viertel Buenos Aires'.

Professionelle Gassiläuferin

Hier gibt es super viele schöne Grünanlagen, einen Zoo und ein schönes Kneipenviertel. Wir haben unseren Rundgang im botanischen Garten begonnen wo wir neben einem Kolibri auch noch ein Oppossum (???) gesehen haben.

Botanischer Garten Komisches Tier - eventuell ein Oppossum

Danach ging es in den japanischen Garten, eigentlich zum Sushiessen, aber das konnte man da bei aller Liebe nicht bezahlen. Stattdessen haben wir uns die Bonsaisammlung angeschaut und haben ein Stück Torte gegessen.

Abends wollten wir in eines der besten Steakrestaurants von Buenos Aires gehen, da gab es von 7-8 eine Happy Hour wo alles nur 60% kostet. Leider haben wir das Restaurant nicht auf Anhieb gefunden und so haben wir Roberto kennengelernt. Dieser wirklich zauberhafte Herr hat uns nicht nur zum Restaurant hingebracht sondern uns auch noch die komplette Speisekarte erklärt. Wir haben zusammen bestimmt eine Stunde zusammen verbracht und hinterher haben wir nicht nur seine Telefonnummer sondern auch seine Adresse, Email und die Einladung ihn nächstes Mal in BA zu besuchen.

Roberto

Das Steak (600g) haben wir uns geteilt und es kam mit einer Menge Beilagen - köstlich! Außerdem gab es noch ein schönes Fläschen Malbec und einen Caprese Salat. Dank der 40% Rabatt konnte man sich den Spaß sogar leisten!

Steeeeeeeeeeeeeeeak Ausgehfoto von Palermo

Am Dienstag hatten wir dann ja spontan noch einen Tag mehr Zeit und haben diese genutzt um vormittags nach La Boca zu fahren. Dieser Teil Buenos Aires' ist ein wenig ärmer und ist das Arbeiterviertel. Man soll nicht von den Touristenpfaden abweichen, daher waren die paar Straßen wo wir waren seeeehr touristisch mit einigen Busladungen voller Landsleute (Hermaaaaan, hast du denn nu dat Foto jemacht? Mit die hübsche häuschen im hintergrund?). Das war natürlich nicht so schön, aber ansonsten ist es wirklcih hübsch anzusehen gewesen.

Warum das wohl Casa amarilla heißt...?! Futbooooooool

Anschließend sind wir noch durch die Stadt gebummelt und haben das erste Weihnachtsfoto im Einkaufszentrum gekauft. Wirklich merkwürdig so ein Weihnachtsbaum im Sommer =)

So das wars erstmal von mir. Am nächsten Wochenende geht es zum größten Pool der Welt. Alle die schonmal neidisch werden wollen sei der folgende Link empfohlen:

www.sanalfonso.cl

Bis zum nächsten Mal!

Buenos Aires Part 1

Samstag, 24.11.2012

Hola!

Heute gibts den ersten Teil des Reiseberichts von Buenos Aires. Am 15. ging es auf zum Flughafen und dann ab nach Argentina.Vom Flughafen ging es erst mal mit dem Taxi ins Hostel was schon reichlich abenteuerlich war. Der Verkehr in Buenos Aires ist hmm spannend. Die 18-spurige Av. 9 de Julio mit 9 Spuren in eine Richtung hat zwar Fahrbahnbegrenzungen aber deswegen heißt das ja lange nicht dass man nur 9 Spuren nutzen muss. Das passt ja noch! Das letzte Stück sind wir trotzdem lieber Metro gefahren.

Nachmittags haben wir dann ganz fleißig schon eine Stadtführung gemacht. Diese Freetours funktionieren nur auf Trinkgeldbasis und sind wirklich super. Das Thema an diesem Nachmittag waren die Aristokraten und die alten Paläste der Stadt. Da haben wir dann das erste Mal feststellen können was für eine schöne Stadt Buenos Aires ist.

Plaza de Mayo Plaza San Martín Recoleta Der Eingang vom Friedhof Der älteste und größte Baum von BA  Paläste

Am Freitag sind wir mit einer klapprigen Bahn für umgerechnet 35 cent in das Tigre-Delta gefahren. Die Fahrt dauert ungefähr eine Stunde und man erlebt eine ganze Menge. Dauernd steigen Leute ein die irgendwas verkaufen (Bücher, Schraubendrehersets, SIM-Karten, Plastikhüllen, ...) oder Musik machen. Wir wurden mit einer echten Harfe erfreut. In Tigre angekommen sind wir natürlich gleich zum Fluss um eine Bootstour zu starten. Das Tigredelta ist voller kleiner Inseln auf denen Leute leben oder ihr Ferienhäuschen haben. Jeder hat sein eigenes Boot, es gibt eine Schulinsel und eine Kircheninsel und einen Supermarkt. Die Bootsfahrt war sehr schön.

Der Harfenspieler El Tren de la Costa Mit so einem Boot ging es auf den Tigre Der Bus hier Wunderschöne Häuser links und rechts Einige auch mal im Glaskasten Einen

Auf dem Festland gibt es außerdem noch einen schönen Markt, einen großen Freizeitpark und ein riesiges Casino. Alles was man zum Urlaub machen braucht sozusagen...Abends sind wir dann noch ein bisschen durch die nächtliche Stadt spaziert was auch sehr schön war.

Am Samstag haben wir dann die zweite Stadtführung gemacht, wieder mit Freetours. Diesmal ging es zu den klassischen Sehenswürdigkeiten. Sehr informativ aber auch sehr sehr warm. Ich habe mir einen kleinen Sonnenbrand zugelegt und Swantje hat sich richtig fies verbrannt.

Auch wenn es nicht so aussieht. das ist eine Kirche Congreso Die älteste Metro der südlichen Hemisphäre Gaturro als Ampelmännchen Evita Schöne Häuser... Wo wenn nicht hier? Schöne Tauben... Casa Rosada Obelisco Grooooßer Obelisk und winzigkleine Mareike Ein Haus auf dem Haus ?! Die (zweit)größte Straße der Welt

Nachmittags waren wir dann noch auf dem Friedhof. Dieser ist ja mit eine der größten Touristenattraktionen B'aires' und lohnt sich wirklich! Natürlich auch für das Grab von Evita aber vor allem wegen der schönen Engelfiguren und der unglaublich großen Gruften.

Na das ist mal ein Grab... Einige sind nicht mehr ganz so schön... Alt und Neu mal ganz dicht beieinander Evita's Grab

Abends kam dann das Highlight des Tages: Eine Tangoshow inklusive Unterricht und 3-Gänge-Menü.Es war sehr schön und das Essen sehr lecker!

Die Herren üben den Die Damen... Vortanzen... Endlich gab es lecker Essen

Toller Abend! Der zweite Teil der Reise folgt die Tage =)

Fiestas Fiestas

Mittwoch, 14.11.2012

Hola,

bevor ich morgen früh nach Buenos Aires düse möchte ich noch die neusten Erkenntnisse zur deutsch-chilenischen Freundschaft mit euch teilen =) Aber der Reihe nach.

Am Freitag war erstmal fiesta en la casa angesagt - Mauri hatte Geburtstag. Nell hat  sich natürlich nicht zurückhalten können und groß aufgetischt. Es gab alles: 5 supergeile Torten, Kellner aus dem Lieblingsrestaurant, Wein für über 30€ die Flasche, handgestreichelte französische Quiche (natürlich von einer Französin gemacht). Außerdem als Überraschung einen Liveact mit einer Sängerin die Mauris Lieblingslied geträllert hat. Ab 1 Uhr nachts kamen dann noch Tätowierer vorbei die mit Neonfarben in Schwarzlicht alle hübsch angemalt haben. Witzig!

Zwei von Fünf köstlichen Torten Von links: Nell, Mario, ich, Swantje, Janina, Laura, vorne: Patric Die vier Grazien auf der Treppe Auftritt der Sängerin Laura und Mauri beim Tanzen Ich bring Timo Salsa bei Janinchen und ich frisch aufgemotzt mit Neontattoo Ich und das Geburtstagskind Mauri (auch Vicu genannt)

Am Samstag ging es dann (für alle die schon wieder laufen konnten) aufs Oktoberfest. Dieses Oktoberfest findet alljährlich auf einer Wiese ein bisschen außerhalb von Santiago statt und es gibt - na? - Bier! Deswegen wohl auch der Beiname "Festival de la Cerveza". Es gab neben hunderten einheimischen Biersorten (hier wird teilweise mit Reis gebraut - nix Reinheitsgebot...) auch Erdinger Weißbier, Krombacher und Holsten. Alles natürlich super teuer da "deutsches Premiumbier".

In dem Restaurant "Die Münchner" standen dann auch jede Menge Leckerein auf dem Programm: Leberkäse, Weißwurst (im Endeffekt wars eine helle Bratwurst), Sauerkraut, Dampfnudeln und und und. Die Kellnerin (im Dirndl) hat dann auch noch gefragt ob es uns schmeckt und dass unsere Meinung ganz ganz wichtig wäre. Es war ganz lecker, aber nicht wirklich original. Auch die Musik der Band "die Freunde" war deutsch aber mit chilenischem Akzent.

Deutsche Bierkrüge Erdinger Weißbier Ein Proooooosit ein Proooooooooosit Festivalstimmung Die Speisekarte Gemischte Platte mit Leberkäse, Weißwurst und saurer Gurke

Am Montagabend hatte Nell Karten für die Charityveranstaltung von América Solidaria da er die Flyer designt hat. Es gab sehr sehr gutes Essen und tolle Liveacts. Außerdem hat der Präsident von LAN-Chile eine Rede gehalten.

Lachs auf grünem Spargel Superleckerer Nachtisch

So und nun werde ich meine Koffer packen =) Bis Bald!

Wie Mareike auszog um einen Vulkan zu erklimmen :-)

Mittwoch, 07.11.2012

Soooooo jetzt gibt es den zweiten Teil der Reise.

Am Samstag ging es früh los (6.30 war Abholung am hostel) um den Villarica zu besteigen. Wir wurden in der Ausflugsagentur komplett ausgestattet mit allem was dazu gehört: Eispickel, Schneesachen (Hose, Jacke, Stiefel, Knöchelschutz, Handschuhe), Sonnenbrille, Helm, Spikes für die Schuhe und so ein Plastikding zum wieder runterrutschen.

Ausgestattet? Na dann mal los!

Nach einer ziemlich holprigen Fahrt und einer Liftfahrt ohne Sicherung sind wir dann am Startpunkt der Vulkanbesteigung angekommen. Jetzt wurde nochmal alles festgezurrt, Helm aufgesetzt und dann ging es auch schon los. Im Gänsemarsch den Berg hoch durch den Schnee. Es war seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr anstrengend. Im Prinzip kann man es sich vorstellen wie stundenlanges Treppensteigen.

Blick nach der Hälfte nach unten Päuschen im Schnee zum Energieriegel essen

Irgendwann waren wir dann tatsächlich oben (ca. 4,5 Stunden haben wir gebraucht). Es waren alle unendlich glücklich und sind sich in die Arme gefallen. Ein Mädchen hat angefangen zu weinen vor Glück :-) Ich fand es verständlich. Zwischendurch haben einige aufgegeben und auch ich hab echt gezweifelt. Aber: Wir haben es gepackt!!

Die verrückten Guides machen das jeden Tag! Da brodelt der kleien Vulkan und stößt Rauchwölkchen aus Yes we can! Dank des Holländers gabs erstmal ein kaltes Heineken Steht mir gut die Abenteurerkluft oder? =)

Da wir nur 30 Minuten oben bleiben dürfen (toxische Luft und so) ging es dann auch recht bald wieder nach unten. Da laufen zu gefährlich ist (man könnte leicht abrutschen) gab es nur eine Möglichkeit: Rutschen. Also ab die Post. Es war soooooooooooo witzig. Einfach auf den Ar**** gesetzt, und los. Der Eispickel diente zum "bremsen" oder auch um auf ebenen Flächen ein bisschen vorwärts zu kommen. Es war echt teilweise richtig schnell und hat total viel Spaß gemacht! Leider gibt es davon keine Fotos, das war für die Kamera zu gefährlich...

Nachdem wir nun völlig fertig und durchnässt (der Schnee findet ja doch seinen Weg wenn man 1,5 km auf ihm rumrutscht) angekommen sind und uns nur noch auf eine Dusche gefreut haben sind wir dann auch alle schnell ins Hostel.

Abends wartete dann das nächste Highlight: Thermenbesuch. Die ganze Gegend ist voller Thermen die von dem Vulkan erwärmt werden und in der einen kann man auch nachts baden. Es ist jedoch ausdrücklich verboten Alkohol zu trinken, Sex zu haben oder Drogen zu nehmen. Also haben wir uns mal zurückgehalten :D

Termas los Pozones Schwimm Schwimm Schwimm

Es war super schön, nachts im warmen Wasser unter tausenden von Sternen. Das rauskommen war dann allerdings nicht mehr so schön sondern ganz schön kalt. Und als wir um halb 1 zuhause waren war ich auch froh endlich im Bett zu sein.

Am Sonntag haben wir uns ein Auto gemietet und sind mit einem Österreicher den wir im Hostel kennengelernt haben und René von der NAK in Richtung eines Mapuchedorfs gebraust. Mapuches sind die Ureinwohner der Region und die einzigen die erfolgreich gegen die Spanier gekämpft haben. In diesem schönen Dorf war leider alles geschlossen und wir konnten weder ins Museum noch in das Restaurant zum Mapuchemenü.

Mapuchehaus Klasse Auto der Toyota Yaris... Achtung, Gegenverkehr!

Wir sind also ein bisschen durch die Gegend gefahren, sind an einem Wasserfall gelandet wo ein zahnloser Bauer uns den Weg erklärt hat und dafür 1000 pesos haben wollte und schließlich in Villarica gelandet wo es zumindest gute Sandwiches gab.

Gruppenfoto Bootstour

In Pucon haben wir dann noch eine Bootstour gemacht und abends bei unserem Lieblingsladen Crêpe gegessen.

Mjam Mjam Mjam

Toller Trip mit netten Leuten! Nächtes Ziel: Buenos Aires

 

Pomaire und Pucón Teil 1

Montag, 05.11.2012

Moin moin amigos,

nach laaaaaaaaaaanger Zeit hier mal wieder die neusten News aus Chile!

Der Sommer ist da und in Santiago wird es heiß! Cool 25 Grad sind jetzt Minimum und sonnen auf der Dachterasse ist angesagt. Metro fahren macht keinen Spaß mehr (nicht klimatisiert...), spazieren gehen dafür umso mehr. Alle Bäumchen sind schön grün. Ach ist das herrlich!

Tagesausflug nach Pomaire und San Antonio

Das vorletzte Wochenende habe ich einen kleinen Roadtrip mit Swantje unternommen, wir sind in ein kleines Töpferdorf gefahren (Pomaire). Da gibt es für sehr wenig Geld schöne selbstgetöpferte Schüsseln, Auflaufformen, Becher, löffel, etc. Und es gibt kleine süße glücksschweinchen (mit 3 Beinen - jeweils eins für Liebe, Finanzen und Gesundheit). Außerdem gab es noch Riesenempanadas, die haben wir allerdings nicht probiert...

Viele viele Töpferwaren Hat leider nicht in den Koffer gepasst... Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten... Kleine süße dreibeinige Glücksschweinchen eine Riesenempanada

Danach haben wir uns in einen Bus gesetzt und sind ins nächste Dorf gefahren. Da war es langweilig, also in einen anderen Bus und wieder weiter. Von da dann mit dem Taxi: Und wir waren plötzlich am Pazifikstrand. Wie schön! Als gefühlt einzigen Ausländer saßen wir in einem kleinen Restaurant direkt am Strand und haben klassisches chilenisch gegessen (in meinem Fall: Pastel de Jaibe, so eine Art Krabbensuppen-Auflauf-Ding). Das war allerdings nicht 100% überzeugend. Geschmacklich gut, Konsistenz irgendwie wie Haferschleim. Naja...

Pastel de Jaibe Und hups da waren sie am Strand..

 

Langes Wochenende in Pucón

Es ging nach Pucón, ein kleiner Ort im Süden Chiles, 750 km von Santiago entfernt. Da wir die Nacht im Bus verbracht haben kamen wir sehr müde an. Pucón liegt sehr schön am Fuß des Vulkans Villarica und am See Villarica (besonders kreativ mit der Namensgebung sind sie ja nicht - der Nachbarort heißt - na? - richtig: Villarica). Dieses Seengebiet heißt auch "chilenische Schweiz" und meine östereichische Begleitung hat sich gleich wie zuhause gefühlt.

Das kleine Städtchen Pucón Jetzt ist der Vulkan grad lieb... aber es gibt natürlich ein Alarmsystem für den Notfall! Vulkan Villarica + Lago Villarica

In diesem Teil Chiles sind die meisten deutschen Einwanderer hängen geblieben. Man merkt an allen Ecken die deutschen Einflüsse: Es gibt Torten, "Kuchen" - heißen wirklich genauso, deutsche Bäckereien, viele kleine Brauereien (die es mit dem Reinheitsgebot nicht so genau nehmen, aber zumindest auf den Dosen steht alles auf Deutsch drauf), Sauerkraut, etc.

Wo sind wir nochmal? Ach ja in Chile...

Als Frühstück ging es dann auch gleich in ein kleines Café. Dort gab es für mich ein Sandwich + ein halbes Stück torte. Oh gott sie war so himmlisch lecker! Es war wirklich schwer sich zu entscheiden!

Man hat die Qual der Wahl... Ein

Den Rest des Tages haben wir ein bisschen Pucón erkundet und sind dann relativ früh ins Bett gegangen.

Am Freitag sind wir in einen Nationalpark gefahren, den Parque Huerquehue. Wir haben eine kleine Wanderung unternommen, allerdings nicht zu viel, am Samstag sollte ja der Vulkan bestiegen werden. Es war alles sehr hübsch da. Gott sei dank haben wir keine der handtellergroßen Spinnen gesehen die da angeblich wohnen...

Danach waren wir noch bei den Ojos de Carburgua, ein kleiner Teich wo mehrere Wasserfälle reinlaufen. Das war sehr schön. Man konnte fast komplett drum rum laufen und hat unterwegs noch die Laguna Azul gesehen (wenn man die Farbe sieht, erübrigt sich die Frage warum sie so heißt!).

von oben Die blaue Lagune - sah aus als ob man Tinti-Färbetabletten reingeschmissen hat von unten

Dieses war der erste Teil der Reise, der zweite Bericht (inkl. Vulkanbesteigung!) folgt!

 

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